Anwender-Software

Die Anwender-Software

 Hauptmenü

  1. Patient  erfassen

  2. Unterer Harntrakt 

  3. Niere allgemein

  4. Nierengewebe

  5. Ableitende Harnwege

  6. Nierenmessung

  7.  Gesamtbeurteilung und Signatur

Nach Aufruf des Programms wird als erstes nach dem Untersucher gefragt. Es können mehrere Untersucher eingegeben werden.

 

 

Anmeldung des Untersuchers

                       

Um alle Programme möglichst aktuell zu halten, erfolgt nach einem Jahr[F2]  die Meldung: Ihr Installation von Basis-Sonographie der Nieren und Harnwege ist veraltet. Bitte installieren Sie eine neue Version.

Hauptmenü

Übersichtsmenü nach der Anmeldung des Untersuchers erscheint das.

 

Die oberste Menüzeile enthält die Punkte

  • Datenbank
    • Öffnen              
      weist dem Programm den Weg zu Datenbank, behält Weg bei
    • Exportieren      
      anonymisiert Datenbank für das Internet
    • Datenkorrekturen 
      noch nicht freigeschaltet, vorgesehen für Datenkorrekturen nach
      Versenden des Programms auf Server
    • Registrierung     
      notwendig am Anfang zur Einrichtung des virtuellen Archivs auf dem  Server. Nach Anmeldung auf dem Server und Download der 
       Registrierungsdatei muss diese auf Ihrem PC an gleicher Stelle wie 
      das Programm abgespeichert werden. Sie schaltet Druckfunktion 
      frei, wenn Programm ohne Registrierung heruntergeladen wurde           
      und stellt sicher, dass beim Hochladen Ihre Untersuchungsdate  in Ihrem
      virtuellen Archiv gespeichert werden.
    • Beenden              
      beendet das Programm
  • Untersucher     
    • ermöglicht Untersucherwechsel und
    • Neuanmeldung eines  Untersuchers während des laufenden Programms
  • Einstellungen

    • Weist den Weg zur Bildübernahme und Anonymisierung der Bilder
  • Hilfe.

    • Detaillierte Beschreibung der Software

Diese Menüzeile erscheint immer.

Die nachfolgenden Menüpunkte beschreiben die beabsichtigten Tätigkeiten

  • Patient erfassen          Dokumentation der Stammdaten und der Untersuchung
  • Patient überarbeiten    Editieren einer abgeschlossenen Untersuchung
  • Patient einsehen         Einsehen ohne Editiermöglichkeit
  • Patient revidieren        noch nicht aktivierte Funktion der Datenkorrektur nach 
                                        Versenden
  • Nachbefundung            Nachbefragung von Risikopatienten und Kontrollkollektiv

  Patient  erfassen

Nach Anklicken des Menüpunktes „ Patient erfassen“  wird das Untermenü Patient anlegen aufgeschlagen.

Patient anlegen

Das  Anlegen des Patienten erfordert das Ausfüllen folgender Pflichtfelder:

  • Patienten-Nummer (der Praxis) oder
  • Gelbe-Vorsorgeheftnummer
  • Name (Anonymisierung erfolgt erst beim Datentransport)
  • Vorname (Anonymisierung erfolgt erst beim Datentransport)
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • Familiäre Belastung ( ja/nein)

Wird das Pflichtfeld „Familiäre Belastung“ bejaht, so öffnen sich die nachfolgenden Felder Erkrankungen und Verwandtschaftsgrad als Pflichtfelder.

  • Erkrankungen
    • Autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung
    • Autosomal rezessive  polyzystische Nierenerkrankung
    • Erkrankungskomplex Nephronophthise/medullär zystische Erkrankungen
    • Benigne familiäre Hämaturie
    • Alport Syndrom
    • Epstein-Fechtner-Syndrom
    • Nagel-Patella-Syndrom
    • Uratnephropathie
    • Urolithiasis
    • M.Fabry
    • Primär proximale Tubulopathien
    • Tubuläres Salzverlust-Syndrom
    • Distal tubuläre Tubulopathie
    • Kongentiales nephrotisches Syndrom
    • Herditäre Nierentumoren
    • S.Freitext
  • Verwandschaftsgrad

    • Vater u./o.Mutter
    • Bruder u./o.Schwester
    • Großvater u./o.Großmutter
    • Zweitgradige Verwandte
    • s.Freitext

Das Feld „Pränatale Diagnostik“ optional ist.

  • Pränatale Diagnostik
    • ja, unauffällig
    • nein nicht durchgeführt
    • ja, auffällig
    • Kopf/WS auffällig
    • Thorax auffällig
    • Abdomen auffällig
    • Extremitäten auffällig
    • Wachstumsretardierung
    • Nieren auffällig (allg.)
    • Zystennieren/Nierenzysten
    • Hydronephrose
    • Tumor i. Nierenlager
    • Oligohydramnion
    • Polyhydramnion
    • sonstige Fehlbildung
    • siehe Freitext

Neue Untersuchung aufnehmen

In dem Menü Neue Untersuchung aufnehmen werden Kennmerkmale der Untersuchung aufgenommen:

  • Untersuchungsdatum
  • Untersuchungsnummer
    Dies sollte eine interne Untersuchungsnummer sein, mit dem Sie bei Anforderung eines Konsils den Patienten identifizieren können. Vorteilhaft im Falle einer späteren Zuweisung zu der beratenden Stelle  ist die Angabe der Nummer des gelben Heftes.
  •  Art der Untersuchung

    • AOK-Screening
    • Screening als Igel-Leistung
    • Überweisung
    • Folgeuntersuchung
    • Klinisch begründete Leistung
  • Untersuchungsanlass

    • Screening-Untersuchung
    • Harnwegsinfektion febril
    • Harnwegsinfektion afebril
    • Harnwegserweiterung
    • Gedeihstörung
    • Kindliche Harnkontinenz
    • Hämaturie
    • Proteinurie
    • Flankenschmerz
    • Ungeklärtes  Fieber
    • Belastung mit genetisch bedingten Erkrankungen
    • S.Freitext
  • Größe
  • Gewicht

Zur Plausibilitätsüberprüfung von Gewicht und Größe wurden amerikanische Daten deshalb herangezogen, weil hier angegeben wurde, wie die  3er- und 97er-Perzentile berechnet werden kann.( http://www.cdc.gov/growthcharts/percentile_data_files.htm ) Dies geschah in erster Linie um Fehleingaben zu verhindern. Zudem sind die Normwerte des Nierenvolumens auf die Körperoberfläche bezogen, so dass Über- und Untergewicht  ebenso wie Hoch- und Kleinwuchs Einfluss auf die Referenzwerte haben.

 

 Ultraschallbilderfassung

Bei der erstmaligen Erfassung eines Ultraschallbildes muß dem Programm  über dem Menüpunkt Einstellungen die Bildquelle mitgeteilt werden. Da verschiede Bildquellen möglich sind, bekommt die Bildquelle einen Namen. Danach wird das Erfassungsmodul eingetragen, wobei gegenwärtig die Digitalisierung des Videosignals über Framegrabber und der Aufruf von jpeg-Bilder von einem Speichermedium möglich ist. 

 

Danach erfolgt als nächster Schritt die Anonymisierung der Bildquelle. Wenn dieser Menüpunkt aufgerufen wird, weist man mit einem Browser dem Programm den Weg zur Bildquelle und öffnet ein Bild. Einmalig wird an diesem Bild die Anonymisierung vorgenommen, in dem die Identifikationszeile des Bildes mit einem durchsichtigen roten Streifen versehen wird. Dieser Streifen - in nachfolgendem Screenshot aus Datenschutzgründen undurchsichtig gemacht - erscheint anschließend auf allen Bildern und wird bei erst vor dem Hochladen ins Internet geschwärzt.  Anschließend können alle Bilder geladen werden.

 

Die Dokumentation der Untersuchung ist untergliedert in die Menüpunkte:

  • Unterer Harntrakt
  • Niere allgemein
  • Nierengewebe
  • Ableitende Harnwege
  • Nierenmessungen
  • Gesamtbeurteilung und Signatur

Unterer Harntrakt

Die Dokumentation beginnt den Pflichtfeldern Blase und Ureteren und Blasenfüllung., ob der gesamte Menüpunkt einer näheren Beschreibung erlaubt.

Blase und Ureteren

    • Ohne Befund   
      Ohne Befund kann nur angegeben werden wenn die Blasenfüllung ausreichend ist! Wenn Blase und Ureteren bei ausreichender Harnblasenfüllung ohne Befund sind, sind keine weiteren Angaben erforderlich.
    • Auffällig
      In diesem Fall erscheint eine Fehlermeldung wenn weder bei der Blase noch bei den Ureteren ein auffälliger Befund beschrieben wird
    • Nicht beurteilbar
      In diesem Fall erscheint auch in dem Befundbericht „Blase und Ureteren nicht beurteilbar“
  • Blasenfüllung

    • Leer
      wenn die Blase leer ist, können Blase und Ureteren nicht beurteilt werden

    • Unzureichend
      wenn die Blase unzureichend gefüllt ist, können ebenfalls Blase und Ureteren nicht beurteilt werden.

    • ausreichend

Beim distalen Nachweis von Megaureteren ist es daher notwendig auch bei geringer Blasenfüllung ausreichend einzugeben, sofern der erweiterte Ureter zweifelsfrei nachweisbar ist. Aus diesem Grund halten es für sinnvoll, in jedem Fall das Blasenvolumen mit anzugeben, da es trotz der großen Fehlerbreite der Volumenschätzung eine bessere Einschätzung der Blasenfüllung erlaubt als ein beschreibendes  Merkmale  

Die im Programm rot im Text gelb markierten Felder sind auch im Normalfall Pflichtfelder

Wird unter Blase und Ureteren „ leer“ oder „nicht beurteilbar“  eingegeben oder unter Blasenfüllung unzureichend oder leer, so wird vom Programm ein Eingabefehler gemeldet.

  • Blasenfüllvolumen vor Miktion
    Das Blasenvolumen kann durch Anklicken des Rechenfeldes berechnet werden oder ausgerechnet eingetragen werden.
  • Blasenfüllvolumen nach Miktion

 

Abb.1Reflexfreie Darstellung  der normalen Harnblase mit eingegeben Meßstrecken
         zur Bestimmung des Blasenvolumens.

 Blaseninhalt“ und „Blasenwand“ können nur  beschrieben werden,  wenn die Blasenfüllung  ausreichend ist und die Blase beurteilbar ist.

 

  • Blaseninhalt
    • Reflexfrei (Abb.1)
    • sedimentierende Reflexe (Abb.2)
    • Steinreflex ( Abb.3)
    • s. Freitext
  • Blasenwand

    • Glatt (s. Abb.1)
    • Gezähnelt (s.Abb.4)
    • Divertikel (Abb.5)
    • s.Freitext

Abb.2: Sedimentierende Reflexe im Rahmen einer akuten Harnwegsinfektion

 

 Abb.3: Steinreflex mit dorsalem Schallschatten

 

Abb.4: Gezähnelt  und unterschiedlich dicke Blasenwand

 

 Abb.5: Großes Blasendivertikel

 

Die Messung der Blasenwanddicke kann nur ausgefüllt werden, wenn das Volumen vor Miktion eingegeben ist, da die Blasenwanddicke im Zusammenhang mit der Blasenfüllung gesehen werden muss.

Abb.6. Bestimmung der  Blasenwanddicke. 

 

Wird bei „Ureteren“ der Befund „auffällig“ eingegeben, so werden die nachfolgenden Felder zu Pflichtfeldern, was durch den roten Untergrund gekennzeichnet wird. Bei Eingabe „ohne Befund“ sind hingegen keine weiteren Eingaben erforderlich.

Ureteren

  • Unauffällig
  • Auffällig

  • Befund
    • normal, sichtbar oder nicht sichtbar
    • Megaureter mit Peristaltik (Abb7)
    • Megaureter ohne Peristaltik (Abb.8)
    • Ureter duplex (Abb.9)
    • Hydroureter (Abb.10)
    • Megaureter mit sed. Reflexen (Abb11)
    • Ureterstein Abb12
    • Technisch nicht beurteilbar
    • s.Freitext

 

Abb7: Megaureter mit Peristaltik

  

Abb.8: Megaureter ohne Peristaltik

 

Abb.9: Ureter duplex im Längs- und Querschnitt

 

Abb.10: Hydroureter mit Messung des intramuralen Verlaufes

 

Abb11:Megaureter mit sedimentierenden Reflexen

Abb12: Ureterstein mit entsprechender Erweiterung des Harnleiters

 

Bei Ureter Befund „auffällig“ muss auch Stellung bezogen werden zur Uretermündung.

  • Uretermündung
    • Normal
    • Klaffendes Ostium (Abb.13)
    • Ureterocele(Abb 14)
    • Technisch nicht beurteilbar
    • s.Freitext

  

Abb.13 Klaffendes Ostium (Abb.13)

 

Abb 14:  Ureterocele

  •  Ureterquerschnitt
    • Minimum
    • Maximum

Wird im Ureter „Befund“  „Megaureter“ (>5mm)oder „Hydroureter“ (6mm) eingegeben, erscheint die maximale Ureterweite als Pflichtfeld, da diese Begriffe metrisch definiert sind. Die minimale Ureterweite hingegen ist fakultativ. Sie gibt Auskunft über die Ureterperistaltik.

 

 

Niere allgemein

Unter Nieren allgemein werden die Lage, die Achsen, die Kontur und das Mittelecho beschrieben. Dieser Menüteil kann – sofern kein von der Norm abweichender Befund vorliegt – im Hauptmenü abgehakt werden, ohne ins Detail der einzelnen Menüpunkte zu gehen.

  • Befund

    • Ohne Befund
      Wird ohne Befund eingegeben, sind keine weiteren Angaben erforderlich.
    • Auffällig
      Wird auffällig angegeben, so mindestens ein darunter aufgeführter Punkt auffällig sein, sonst erfolgt eine Fehlermeldung.

Abb.15.: In die Abbildung[1] wurden blau die kraniokaudale Achse und die Rotationsachse eingezeichnet. Die Pfeile symbolisieren die Schnittebenenverschiebung im Längs- und Querschnitt.

  • Lage der Niere
    • Orthotop( s.Abb.15)
    • pelvin dystop(Abb.16)
    • nicht nachweisbar
    • technisch nicht beurteilbar
    • s.Freitext

  

Abb.16:  Schrägschnitt durch eine pelvin dystope Niere

  

Abb.17: An typischer Stelle nicht nachweisbare linke Niere

 

Die Achsen der Niere können in der kranio-kaudalen, in der lateromedialen und in der Rotations-Achse verändert sein.

  • Achse
    • Achsengerecht (s.Abb.15)
    • Kranio-kaudale Achse verändert (Abb.18)
    • latero-mediale Achse verändert
    • in allen Achsen verändert
    • technisch nicht beurteilbar
    • s.Freitext

  

Abb. 18:Wie an dem Piktogramm durch die Einzeichnung der Schallkopfposition erkennbar, geht der untere Pol nicht nach lateral sondern nach medial. Die ventrale Verlagerung des Nierenbeckens weist zudem auf eine Veränderung der Rotationsachse hin. (Hufeisenniere)

  

 Abb.19. Ventrale Malrotation, Nierenbecken nach vorn zeigt  bei einem Patienten mit Hufeisenniere. Gleiche Patient wie Abb.18

 Unter der Kontur versteht man die Umrißlinie der Niere

  • Kontur
    • Normal (Abb.20)
    • Renculi (Abb.21)
    • Einziehung in Richtung Kelchmitte /Narbe (Abb22)
    • Vorbuckelung
    • schwer abgrenzbar (Abb.22)
    • unterer Pol nicht abgrenzbar (Abb23) 
    • oberer Pol nicht abgrenzbar (Abb 24)
    • technisch nicht beurteilbar,
    • s. Freitext

 

Abb.20:Normale Kontur

 

Abb.21: Renculus-. Im Unterschied zur Narbe erfolgt die Einziehung der Kontur beim Renculus zwischen zwei Markpyramiden

 

Abb22: Narbe: Einziehung in Richtung Kelchmitte /

 

Abb.22: Von der Umgebung schwer abgrenzbare Niere

 

Abb23: unterer Pol nicht abgrenzbar

  

Abb 24: oberer Pol nicht abgrenzbar

  •  Form
    • Oval
    • Plump
    • unregelmäßig       geformt
    • Hufeisenform  (Abb25)
    • Sigmaform
    • Kuchenfort
    • technisch       nicht beurteilbar
    • s.Freitext

 

Abb 25: Vor der Wirbelsäule liegende Parenchymbrücke einer Hufeisenniere

Nierenbecken und das perihiliäre Fettgewebe bilden den Mittelechokomplex

  • Mittelecho
    • Normal
    • zweigeteilt nicht darstellbar
    • auffallend dünn
    • sehr echogen mit Schallschatten (Abb.27 )
    • technisch nicht beurteilbar
    • s.Freitext

 

Abb26: Zweigeteiltes Mittelecho

 

Abb.27:Sehr echogenes Mittelech mit Schallschatten bedingt durch einen Kelchstein

 

 Nierengewebe

Stellt sich Rinde und Mark normal dar, kann der Menüpunkt abgehakt werden, da Pflichtfelder nur auftreten, wenn auf der linken oder rechten Seite Auffälligkeiten beobachtet werden. Bei der Beschreibung der Nierenrinde und beim Nierenmark kann die Echogenität und die Verteilung der Echos – die Echotextur  und die Rinden-Mark-Differenzierung beschrieben werden.  Wie in den anderen Menüpunkten muss bei auffälligem Befund mindestens ein Parameter von der Norm abweichen.

  • Befund

    • ohne Befund
    • auffällig

    Bei auffälligem Befund muss einer der nachfolgenden Punkte von der Norm abweichen.

  • Nierenrinde

    • Normal (Abb.28)
    • Rindenechogenität erhöht (Abb29)
    • vereinzelt echogene Komplexe mit Schallschatten
    • Steinreflex
    • Zysten (Abb30
    • technisch nicht beurteilbar
    • s. Freitext
  • Nierenrindentextur

    • Normal (s.Abb.28)´
    • Verdichtet (s.Abb. 30 c)
    • Aufgelockert
    • Unregelmäßig
    • umschriebene Echotexturveränderung         
    • Zyste, eine
    • Zyste, mehrere (Abb.31)
    • Raumforderung
    • technisch nicht beurteilbar
    • s.Freitext

Abb.28 Normalbefunde

 

Abb.29: Erhöhte Echogenität der Nierenrinde, fehlende Rinden-Mark-Differenzierung und  Zysten am oberen Pol bei Nierendysplasie

 

Abb.:30: Deutlich gegenüber dem Lebergewebe erhöhte Echogenität der Nierenrinde

Abb.31: vereinzelte Zysten in Rinde und Mark bei dominant polyzystischer Nierenerkrankung

 

 Abb32:Multiple, unterschiedlich große Zysten in Rinde und Mark bei dominant polyzstischer Nierenerkrankung

 

Abb33:Traubenförmig angeordnetes Zyste mit fehlendem regulären Gewebe  (multizystische Niere)

  

  • Nierenpyramide
    • normalechogene   Refl.
    • nur an  den Spitzen (Abb34,Kelchsteine)
    • vereinzelt  echogene Refl.
    • vereinzelt echogene Refl. mit Schallschatten
    • echogene Erhöhung der gesamten Pyramide
    • echogene  Erhöhung der gesamten Pyramide mit Schallschatten (Abb.35)
    • technisch nicht beurteilbar
    • s.Freitext
  • Nierenpyramidentextur
    • Normal (Abb28)
    • Pyramidentextur wie Rinde (s.Abb39,30)
    • verdichtete Textur ganze Pyramide (s.Abb35)
    • verdichtete Textur, nur Pyamidenspitzen (s.Abb34)
    • Ringelgirlanden zwischen Cortex und Pyr
    • Zyste, eine
    • Zyste, mehrere  (Abb.31,32,37,38
    • Tumor
    • technisch nicht beurteibar
    • s.Freitext

 

Abb.34: Echogene Erhöung der Pyramidenspitzen mit Schallschatten bei Nierenbeckenkelchsteinen.

  

Abb.35:.Echog.-Erhöhung ges. Pyramide bei einer Oxalose

 

Abb.36: Echogenitätserhöhung der Nierenrinde mit echogenen Pyramiden mit Schallschatten und dadurch bedingte fehlender Darstellung der ventralen Nierenanteile.

 

Abb.37: Kleine Zysten im Mark mit punktförmigen Echogenitätserhöhung (rezessive polyzstische Nieren)   b)multiple kleine Zysten im Mark

 

Abb.38: Primär auf die Pyramiden beschränkte zystische Veränderungen

 

  • Rindenmarkdifferenzierung
    • Normal
    • aufgehoben (s.Abb.29
    • am oberen Pol aufgehoben (s.Abb.24)
    • am unteren Pol aufgehoben (s.Abb.23)
    • technisch nicht beurteilbar
           
           
           

 Ableitende Harnwege

 In dem Menüpunkt erweiterte Harnwege stellen die  Messwerte der  Nierenbeckentiefen  Pflichtfelder dar.  Liegen die Messwerte  unter der 99-er-Perzentile, kann im Normalfall die Dokumentation  mit ausfüllen des Felde Befund  abgeschlossen werden.

Liegt der Wert oberhalb der 99-Perzentile, so ist dies nicht vereinbar mit Befund normal.  Bei Eingabe auffällig, erscheinen die Felder Nierenbecken und Kelche und proximaler Ureter als Pflichtfelder.  Die beim unteren Harntrakt erfolgte Beschreibungen der distalen Ureteren werden bei der Beschreibung des proximalen Ureters noch mal eingeblendet.

 

 Abb.39: Lokalisation der Nierenbeckentiefenbestimmung

 

  • Kelchbefund
    • aufgeweitet (Fornixwinkel spitz) (Abb.38)
    • aufgeweitet und verplumpt (Fornixwinkel stumpf)(Abb.39
    • oberer Anteil aufgeweitet (Fornixwinkel spitz)
    • unterer Anteil aufgeweitet (Fornixwinkel spitz)
    • oberer Anteil aufgeweitet und verplumpt (Fornixwinkel stumpf)
    • unterer Anteil aufgeweitet und verplumpt (Fornixwinkel stumpf)
    • oberer Anteil aufgeweitet (spitz), unter Anteil verplumpt (stumpf)
    • oberer Anteil verplumpt (stumpf), unter Anteil aufgeweitet (spitz)
    • technisch nicht beurteilbar
    • s. Freitext

 

Abb.40: Nierenbecken-Kelcherweiterung mit spitzen Fornix-Winkel

 

Abb.41: Nierenbecken-Kelcherweiterung mit stumpfen Fornix-Winkel.

 

Abb.42: Bestimmung der Kelchweite. Wie die Abbildung zeigt, kann Weite von Kelchen auch in einer Schnittebene unterschiedlich groß sein.

  •  Nierenbeckenbefund
    • normal
    • nur in einer Ebene erweitert  ( Abb 43)
    • erweitert <( Abb.44)
    • erweiterte obere und untere Anlage (Abb 45)
    • erweiterte obere Anlage (Abb.46)
    • erweiterte untere Anlage (Abb.47)
    • technisch nicht beurteilbar
    • s.Freitext

 

Abb.43  Nur in einer Ebene erweitertes Nierenbecken


 Abb. 44: Im Längs- und Querschnitt erweitertes Nierenbecken. Schlecht durchgeführte Messung der Nierenbeckentiefe!

 

Abb.45:erweiterte obere und untere Anlage im Quer- und Längsschnitt

 

Abb.46: erweiterte obere Anlage im Längs und Querschnitt

Abb. 47 Erweiterte untere Anlage im Längs- und Querschnitt

  • Nierenbeckenwand  verdickt
    • Ja (Abb48,49)
    • Nein  (Abb.:50)

 

Abb.48: Nierenbeckenwand verdickt. Zustand nach Operation einer subpelvinen Stenose

 

Abb.49: Nierenbeckenwandverdickt bei dilatierendem Reflux

Abb.50: Normale Nierenbeckenwand bei erweiterten Nierenbecken

Fremdinhalt in Harnwegen

    • nein
    • Stein (Abb.:51)
    • Sedmentierende Reflexe (Abb.:52)
    • S.Freitext

 

Abb.51: Erweitertes Nierenbecken mit Wandverdickung  und Stein


 

Abb.52: Sedimentierende Reflexe  im Nierenbecken und in den erweiterten Kelchen

  • Lokalisation des Fremdinhalts:
    • Kelch (Abb.53,54)
    • Nierenbecken ( Abb.51)
    • Proximaler Harnleiter (Abb.54)
    • S.Freitext

 

Abb. 53: Sedimentierende Reflexe  im Kelch 

 

Abb. 54: Echogene Komplexe im Kelch, Nierenbecken und im proximalen Ureter

 Die Darstellung des proximalen Harnleiters erfordert ein Abweichen der Standardebene nach lateral  und einen Einschallwinkel von ca. 45 Grad

 

  • Proximaler  Ureter
    • Normal darstellbar (Abb.:55)
    • Nicht darstellbar
    • Erweitert darstellbar (Abb.:56)
    • Erweitert darstellbar mit sedimentierenden Reflexe
    • Erweitert darstellbar mit Steinreflexe ((abb.54)

 

Abb.55: Normal darstellbarer Harnleiter bei ampullär erweiterten Nierenbecken

 

Abb.56:Darstellung der proximalen Anteile der erweiterten Ureteren einer Doppelniere

 

 Nierenmessung

Die Vermessung der dreidimensionalen Durchmesser erfolgt in der maximalen Schnittfläche mit einem Einschallwinkel von 90° ( Standardebene)

 

 

Abb.57: Bestimmung der Nieren-Länge

 

 Abb.: 58: Bestimmung der Nieren-Tiefe

 

 

 Abb.59: Bestimmung der Nieren-Breite

 

 

Normwerte des  Nierenvolumens

Da die beste Korrelation zwischen Nierenvolumen und der Körperoberfläche bestand, wurde nach einem Vorschlag von PD. Dr. Scholbach (mündliche Mitteilung) die Normwerte des Nierenvolumen durch die Körperoberfläche geteilt.  Es bestanden keine signifikanten Unterschiede zwischen den einzelnen Altersklassen. und auf das Alter bezogen.   Die Körperoberfläche wird in Abhängigkeit von Größe in cm (H) und Gewicht in kg (W) wie folgt berechnet:

 

Gleichung 3.2. Berechnung der Körperoberfläche nach Dubois

W0,425 * H0,725 * 0,007184

Die Datengrundlage für die nachfolgenden Berechnungen sieht wie folgt aus:

Tabelle 3.1. Datengrundlage für Normvolumen

     
  

Alter [Jahre]

  
  

Anzahl Untersuchungen

  

< 1

4805

1 - 6

61

6 - 10

37

> 10

53

Damit können folgende Perzentilen für Nierenvolumen / Körperoberfläche in Abhängigkeit vom Alter in Tagen (A) gefunden werden. Für ältere Patienten liegen noch keine ausreichenden Daten vor, um kleine und große Perzentilen mit hinreichender Genauigkeit zu bestimmen. In solchen Fällen sind die von der Software momentan angegebenen Grenzwerte für große und kleine Nieren (97-er bzw. 3-er-Perzentile) als grobe Richtwerte zu betrachten.

Gleichung 3.3. Perzentilen für Nierenvolumen / Körperoberfläche (links)

97-er-Perzentile: 74,5 + 0,0037 * A

Mittelwert: 49,3 + 0,003 * A

3-er-Perzentile: 34 + 0.003 * A

Gleichung 3.4. Perzentilen für Nierenvolumen / Körperoberfläche (rechts)

97-er-Perzentile: 75 + 0,0014 * A

Mittelwert: 50,1 + 0,0024 * A

3-er-Perzentile: 33,7 + 0,0024 * A

 

 

Abbildung 3.69. Nierenvolumen / Körperoberfläche gegen Alter (links)

 

 

 Abbildung 3.70. Nierenvolumen / Körperoberfläche gegen Alter (rechts)

 Gesamtbeurteilung und Signatur

In dieser Maske werden die Untersuchungsdaten zusammengefasst und durch Eingabe von Diagnose und Empfehlungen abschließend beurteilt. Danach kann die Untersuchung signiert werden, womit der Arzt die Korrektheit aller Eingaben bestätigt.

Entwicklungsrisiken für Nieren und ableitende Harnwege

Diesen Punkt haben wir eingeführt, da im Screening häufig Diskrepanzen zwischen Befunden und Diagnosen auftraten. Zudem erlauben Befundkonstellationen eine präzisere Zustandsbeschreibung als Diagnosen, in die oft klinische und funktionelle Parameter mit einfließen. Dies veranlasste uns sonographisch Entwicklungsrisiken zu definieren, die besonders beachtet werden sollten.

Als Entwicklungsrisiken für die Nieren u.o. die ableitenden Harnwege wurden gewertet:

  • Stadien der Dilatation
    • Nierenbeckenerweiterung      > 99-er-Perzentile (Stadium der Dilatation Grad I)
      • NB-Erw.      Grad I m. Hydroureter
      • NB-Erw.      Grad I m. Megaurete
    • Kelcherweiterung      (Stadium der Dilatation Grad II)
      • Nierenbeckenkelcherweiterung     
      • Nierenbeckenkelcherweiterung u. Hydroureter        
      • Nierenbeckenkelcherweiterung      u. Megaureter
    • Kelche      erweitert u. defomiert ( Stadium der Dilatation III)Kelche erweitert      u.defomiert
      • Kelche      erweitert u. defomiert u. Hydroureter
      • Kelche      erweitert u. defomieNierenbeckenwandverdickung
    • Nierenbeckenwandverdickung
      • NB-Wandverdickung m.Hydroureter
      • NB-Wandverdickung m.Megaureter
      • NB-Wandverdickung      u. Kelcherweiterung
      • NB-Wandverdickung      u. Kelcherweiterung u. Hydroureter
      • NB-Wandverdickung      u. Kelcherweiterung u. Megaureter
      • NB-Wandverdickung      u. Kelchdeformierung
      • NB-Wandverdickung      u. Kelchdeformierung u. Hydroureter
      • NB-Wandverdickung      u. Kelchdeformierung u. Megaureter
  • Fremdinhalt in den Harnwegen
    • Sedimentierende Reflexe
    • Stein
      • Lokalisation
        • Kelch
        • Nierenbecken
        • Harnleiter
        • Blase 
  • Niere
    • Kleine Niere
    • Kleine Niere m.      fehl.Rinden-Mark-Diff.
    • Zysten in Niere
    • Fehlende      Rindenmarkdifferenzierung
    • Große Niere m.      fehl.Rinden-Mark-Diff
    • RF in Niere
    • Echogenitätserhöhung in      den Pyramiden mit/ohne. Schallschatten

Diagnosen

Für die Gesamtbeurteilung muss jeweils eine Diagnose für die linke und rechte Seite eingegeben werden. Dabei kann unter den folgenden Diagnosen gewählt werden:

  • normal
  • vergrößert, regelr. aufgebaut
  • vergrößert, nicht regelrecht aufgebaut
  • verkleinert, regelr. aufgebaut
  • verkleinert, nicht  regelr. aufgebaut
  • keine Anlage nachweisbar
  • Rotationsanomalie
  • dystope Niere
  • Hufeisenniere
  • Markschwammniere
  • geteiltes Mittelecho
  • Doppelniere, erw. ob. Anlage
  • Doppelniere, erw. ob. Anlage mit Megaureter
  • Doppelniere, erw. ob. Anlage mit Hydroureter
  • Doppelniere, erw. unt. Anlage
  • Doppelniere, erw. unt. Anlage mit Megaureter
  • Doppelniere, erw. unt. Anlage mit Hydroureter
  • Doppelniere, beide Anlagen erw.
  • Doppelniere, beide Anlagen erw mit Megaureter
  • .Doppelniere, beide Anlagen erw. mit Hydroureter
  • Doppelniere, U.duplex/fissus
  • Ureterozele, infantile
  • NB-Wandverdickung
  • NB-Erweiterung
  • NB-Erweiterung mit Wandverdickung
  • NB-Erweiterung mit Hydroureter
  • NB-Erweiterung u. Megaureter
  • Hydroureter
  • Kelch-Erweiterung
  • Megaureter
  • NBKS-Erweiterung
  • NBKS-Erweiterung u. Megaureter
  • NBKS-Erweiterung u. Hydroureter
  • Urethrozele, adulte
  • V. a. Harnröhrenklappen, verdickte Harnblasenwand
  • Polyzystische Nieren (adulte Zystennieren)
  • Kleinzystische Nieren mit Verkalkungen (infantile Zystennieren)
  • Zyste/(n)
  • Multizystische Niere
  • Nierentumor
  • Sedimentierende Reflexe in den Harnwegen
  • Stein in den Harnwegen
  • Keine Angabe
  • Technisch nicht beurteilbar
  • Freitext

  

Für den Text verantwortlich:

Prof. Dr. Dieter Weitzel, Deutsche Klinik für Diagnostik, Wiesbaden                                       Dr. Volker Schönharting, Fa abstracture , Mainz                      
                                                   

 



[1] Rohen: Anatomie des Menschen.“Photographischer Atlas der systematischen Anatomie“ Schattauer Verlag